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Louisa beim Kochen am Lagerfeuer während einer Wanderung der MUT-TOUR

Louisa bietet tiergestütztes Wandern an und war bereits bei mehreren Wander-Etappen mit Pferdebegleitung dabei

Louisa während des Mut-Wanderns in Begleitung von Pferden, Pferde gestützes Wandern

MUT-TOUR 2020: Unterwegs während einer Pferdegestützten Wanderung in der Nähe von Schwerin im Zeichen für mehr Offenheit im Umgang mit Depression.

Wie bist Du zur MUT-TOUR gekommen und seit wann bist Du schon dabei?

Ich bin durch die Seite „Erlebnispädagogik.de“ auf das Projekt aufmerksam geworden. Damals war ich auf der Suche nach einem Job, der meine Interessen „erfüllt“. Der ausgeschriebene Tätigkeitsbereich als Tourleitung* im Rahmen der MUT-TOUR Etappen packte mich sofort. Das war Anfang 2015. 

*Es gibt Tourleiter*innen, die aus den Kreisen der MUT-TOUR-Teilnehmerschaft zu tourleitenden Teammitgliedern heranwachsen und daneben auch immer mal wieder Leute, die eine Pädagogische Ausbildung mitbringen und darüber zum Projekt kommen. Falls auch Du Interesse an einer Tourleiterschaft hast, melde Dich gerne bei uns.

Du bist als ausgebildete Sozialarbeiterin zur MUT-TOUR gekommen, was ist für Dich das Besondere an dem Projekt? 

Dass wir gemeinsam als Gruppe für ein größeres Ziel unterwegs sind. Die einzelnen Rollen im Team – Tourleitung, Teilnehmende mit oder ohne Depressionserfahrungen – rücken während der Tour in den Hintergrund. Man ist einfach gemeinsam als Gruppe unterwegs und alle arbeiten im besten Fall zusammen.

Für mich persönlich kommt noch dazu, dass ich es liebe, draußen in der Natur unterwegs zu sein. Ob auf dem Fahrrad oder zu Fuß. In meinen eigenen Krisenzeiten hat genau dieser Mix aus Bewegung und Natur mir mit am meisten geholfen.

 

Lousia während einer MUT-TOUR Etappe auf einem Heuballen

Louisa ist bereits seit den frühen MUT-TOUR Jahren dabei und war in den ersten Jahren als Tourleiterin der Tandem-Etappen mit am Start.

Louisa beim Kochen am Lagerfeuer während einer Wanderung der MUT-TOUR

Louisa am Lagerfeuer während einer Pferde-Wander-Etappe: Unsere Etappen finden im Outdoor-Modus statt, d.h. von Isomatte bis Gaskocher haben wir alles mit dabei und kochen sowie übernachten mitten in der Natur.

Du warst bisher sowohl bei einigen Tandem-Etappen als auch bei der Wander-Etappe als Tourleiterin unterwegs. Welche Unterschiede konntest Du zwischen den Tandem-Etappen und den Etappen des Pferdegestützten Wanderns feststellen?

Die Tandem-Etappen sind angenehmer für den Rücken. Zusätzlich können mehr Kilometer zurückgelegt werden, wodurch wir mehr Menschen durch unsere Pressearbeit erreichen. Auch ist es meistens ungewiss wo am Ende des Tages übernachtet wird, das gibt dem Ganzen einen abenteuerlichen Touch.

Die Pferde-Wander-Etappen sind „entspannter“ was die Pressetermine angeht, da man weniger Kilometer zurücklegt. Die Übernachtungsplätze sind bereits (meistens) im Vorfeld festgelegt, um den Pferden gerecht werden zu können (Futter, Wasser, Koppel/Stall).

Es fühlt sich „familiärer“ an, da bisher nur „alte MUT-TOUR-Hasen“ daran teilnehmen können, die man meist bereits aus der Vergangenheit kennt.

Du planst Dich mit einem tiergestützten Angebot selbstständig zu machen. Magst Du uns darüber etwas erzählen? Haben Deine Erfahrungen im Rahmen der MUT-TOUR Pferde-Etappe Dich in Deinem Vorhaben beeinflusst?

Tatsächlich haben die MUT-TOUR Pferde-Etappen mich bestärkt, mich in diesem Bereich weiterzubilden und perspektivisch damit selbstständig zu machen.

Tiere und Natur können Menschen auf vielen Ebenen helfen. In meiner Selbstständigkeit biete ich tiergestützte Wanderungen mit Alpakas an, aktuell speziell für ein Kind mit Autismus-Spektrum-Störung.

Auf den MUT-TOURen konnte ich beobachten, wie die Pferde immer wieder Teilnehmende motivierten weiterzugehen, wenn sie an ihre Grenzen kamen. Mit dem Pferd am Führstrick ging das Weitergehen leichter. Interessant war auch zu beobachten, wie Teilnehmende, die anfangs großen Respekt vor den großen Tieren hatten und erst einmal Abstand hielten, mit jedem weiteren Wandertag einem bestimmten Pferd näher kamen und sich am Ende der Tour eine enge Beziehung zum Pferd entwickelt hatte.