MUT-TOUR Transparenz-Erklärung - Hintergrundinfos zum Projekt

MUT-TOUR Transparenz-Erklärung

Um Transparenz in einigen Bereichen zu schaffen, zeigen wir im Folgenden auf,

  • wer hinter der MUT-TOUR steckt (Personen, Bezahlung, Verantwortung, Schirmherrschaften),
  • wer uns spendet bzw. wie wir finanziert werden,
  • in welchen Bereichen und in welchem Umfang wir mit verschiedensten Interessengruppen zusammenarbeiten (Interaktion mit Politik und Kliniken),
  • unter welchen Umständen wir wo auf andere private oder institutionelle Angebote/Projekte hinweisen
Teilnehmer am Abend mit Stirnlampe

Wir bringen Licht ins Dunkle, denn Offenheit ist uns nicht nur beim Umgang mit dem Thema Depression wichtig.

Die MUT-TOUR (MT) ist eine Art deutschlandweite Selbsthilfeinitiative von depressionserfahrenen Menschen, deren Angehörige, weitere nahestehende Personen, beruflich Helfende oder einfach nur interessierten bzw. für das Thema “Psychische Erkrankung/Depression” sensibilisierten Menschen. Alle kommen unter dem Dach der MUT-TOUR zusammen, um sich für einen offenen Umgang mit dem Thema Depression stark zu machen und Öffentlichkeitsarbeit zu leisten.

Von den etwa 260 Menschen, die seit der ersten MT-Durchführung in einer der jährlich angebotenen Etappen (7 zusammenhängende Tage oder mehr) dabei waren, sind aktuell rund 50 weiterhin aktiv dabei, d.h. innerhalb von drei Jahren bei einer oder mehreren Aktivitäten dabei.
Neben den Tandem- oder Wanderetappen, bietet die MUT-TOUR auch bundesweite Treffen im Januar (Bensheim) und im September/Oktober (Hildesheim) an sowie übers Jahr verteilt bis zu 10 weitere Aktivitäten in verschiedenen Städten (Ausstellungen, Workshops, Messe- oder Konferenzteilnahmen), zu denen immer wieder intern zur Teilnahme aufgerufen bzw. eingeladen wird.

Organisieren tun all dies im Kern drei Personen (Sebastian, der die MT 2011 begründet hat sowie Annika und Franzi, die seit 2015 bzw. 2018 Teil der Projektleitung sind). Sie haben in Summe etwa 2,5 Vollzeitstellen, d.h. etwa 100 Wochenstunden. Um die sogenannte “Projektleitung” (PL) herum gibt es einen Kreis von ehrenamtlich aktiven Teilnehmern, mit denen sich die PL unregelmäßig, aber etwa 6-10 Male im Jahr per Telefonkonferenz austauscht und berät. Entscheidungen werden, wenn möglich, dort getroffen, wo sie umgesetzt und gelebt werden müssen – an anderen Stellen hat Sebastian als Inhaber der Markenrechte das letzte Wort, z.B. bei der Ausgestaltung neuer Maßnahmen, wie es Corona-bedingt in 2020 intensiviert der Fall war, oder bei der Weiterentwicklung unserer nach außen gerichteten Kommunikation. Hier findest Du mehr Infoa zum MUT-TOUR Team.

Finanziert wird das alles von den hier gelisteten Kostenträgern. Die Selbsthilfe-Förderung, die Rentenkassen sowie verschiedene Stiftungen bzw. die Aktion Mensch sind seit Anbeginn die beteiligten Geldgeber. Eine genaue Auflistung findest Du hier. Mit diesen Geldern werden auch Dienstleister (Grafiker*Innen, Webmaster, Datenbanktechniker etc.), Anmietungen, Materialbesorgung und -versand finanziert.

Was die Haftung bzw. die “Trägerschaft” der MT anbetrifft, gab und gibt es seit 2012 folgende Änderungen:

  • 2012 war Sebastian Veranstalter (und somit haftbar für das Projekt) und die Deutsche DepressionsLiga e.V. Trägerverein, also Antragsteller für o.g. Fördermittel.
  • 2014-2016 war der ADFC LV Bremen Veranstalter, Rest blieb gleich.
  • Seit 2017 ist die DepressionsLiga e.V. Veranstalter und Trägerverein.
  • Ab 2021 teilt sich die Deutsche DepressionsLiga e.V. diese Funktion mit dem 2020 neu gegründeten “Mut fördern e.V.”, der ab 2022 alleiniger Veranstalter und Trägerverein sein soll.

Die Stiftung Deutsche DepressionsHilfe ist seit 2012 durchgängig institutionelle Schirmdame. “Persönliche Schirmeltern” sind ebenso lange Annelie Keil und Willi Lemke, zwei Bremer Persönlichkeiten, die die MUT-TOUR, genau wie die DepressionsHilfe, mit ihren Namen unterstützen. Eine Schirmherrschaft ist grundsätzlich rein symbolischer Natur und beinhaltet allenfalls ideelle Unterstützung.

Das Projekt finanziert sich 2019/20 zu 22% aus Eigenanteilen (Spenden, Eigenleistungen etc.), zu 7% aus Stiftungsgeldern und zum Bärenanteil von 71% aus Geldern der Selbsthilfeförderung der Gesetzlichen Krankenkassen (derzeit BARMER) und Rentenkassen.

Für die MUT-TOUR kommt das Annehmen von Geldern aus pharmaindustrie-nahen Quellen nicht infrage, da wir Psychopharmaka als einen möglichen Bestandteil von Behandlung zwar aufzählen/erwähnen möchten, jedoch ohne als Projekt in irgendeiner Art und Weise Position dazu beziehen zu müssen.

Im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit steht es unseren Teilnehmern frei, von ihren individuellen Erfahrungen zu berichten. Dazu kann auch gehören, dass ihnen persönlich die Einnahme von Medikamenten geholfen oder eben nicht geholfen hat. Diese Unabhängigkeit sähen wir mit der Annahme von (Spenden-)Geldern aus der Pharma-Industrie gefährdet.

Nachstehend listen wir alle institutionellen Spender über 500€ pro Unternehmen und Jahr auf

 

Die MUT-TOUR ist politisch und konfessionell unabhängig. Zugleich kommen wir im Rahmen unserer Aktivitäten immer wieder mit Vertretern aus Politik und Kirchengemeinden in Kontakt. Letztere fragen wir der Einfachheit halber häufiger an, ob wir ihre Gemeinderäume für spontane Schlechtwetter-Übernachtungen oder geplante Treffen/Workshops nutzen dürfen.

Wir haben selten, aber immer mal wieder, mit Parteien zu tun, weil wir als lebendiges, lebensnahes Projekt offen für demokratische Parteien als Schnittstelle zur Bürgerbeteiligung sein wollen.

Mit Kliniken haben wir regelmäßig zu tun, weil diese auch ein Teil der medizinischen Versorgung sind und wir über sie mit Menschen unserer Zielgruppe in Kontakt kommen. Wir nutzen sie ebenso als Übernachtungslager oder machen öffentliche Aktionen, die auch für deren Patienten zugänglich sind

  • 2012-2017 (25.471 km und 126 öffentliche Mitfahr-Aktionen):
    • Die CDU Bürgerschaft Bremen hat die Sachkosten der Fotoausstellung getragen, die seit ihrer ersten Hängung in deren Geschäftsräumen am Wall durch deutsche Kliniken, VHSen etc. tourt.
    • Geschüttelte Hände von Mitgliedern des Bundestags bzw. vor allem von Bürgermeistern gibt es Dutzende. Diese zählen wir nicht auf, da wir diese Personen im Rahmen ihres Amtes und nicht ihrer Parteizugehörigkeit getroffen haben. Die Verteilung war hier zufällig, da wir solche Zusammentreffen selber nicht geplant haben, sondern sie sich spontan auf den Etappen ergeben haben. Sie entspricht also vermutlich der gesamtdeutschen Parteienverteilung der damaligen Jahre, da wir durch alle Bundesländer fahren.
    • Einige Starts oder Stopps unserer Mitfahr-Aktionen bei bzw. vor öffentlichen Kliniken, wie 2016 im Klinikum Fulda
  • 2018: (5.250 km und 40 öffentliche Mitfahr-Aktionen):
    • Klinik am Schlossgarten Dülmen GmbH: Gemeinsames Pressefoto mit der Teilnehmerschaft der dort geendeten Mitfahraktion. Anschließend Abendessen mit Klinikleitung und interessierten Patienten. Sehr nett. To be continued!
    • Pfalzklinikum Klingenmünster: Veranstaltungsort und Mitglied des Aktionstag-Veranstalters Bündnis gegen Depression Landau Südliche Weinstraße.
    • Privatklinik Bad Gleisweiler: im Rahmen unserer Wander-Etappe wurde unser Team für einen Erfahrungsaustausch und ein gemeinsames Grillen eingeladen.
  • 2019: (3.678 km und 15 öffentliche Mitfahr-Aktionen):
    • Klinikum und Seniorenzentrum Itzehoe: Übernachtung und öffentlich beworbene Dialogveranstaltung; Presseveröffentlichung.
    • Klinikum Karlsruhe: Empfang des Teams, gemeinsamer Presse-Termin sowie Möglichkeit des Austausches. 
    • Die Linke: Foto und eigene Facebook-Publikation vor einem Tourbus der Partei.
    • Bündnis90/die Grünen: Kurze Austauschrunde im Büro Kreis Borken mit Grünen Kreistagsvorsitzenden Jens Steiner. Link zum Facebook-Beitrag.
  • 2020: (440 km real (Rest wg. Corona virtuell) und 1 öffentliche Mitfahr-Aktion):
    • Keinerlei Interaktionen
  • 2021: Wird im Laufe des Jahres 2021 eingetragen

Da wir regelmäßig Anfragen bekommen, Hinweise auf verschiedene Anliegen von gemeinnützigen Vereinen oder Gesellschaften bzw. (privaten) Personen oder Unternehmen zu bringen, folgendes:

Wir haben ohnehin nur begrenzt Platz bzw. Kapazitäten Links oder Hinweise zu veröffentlichen, weil wir mit unseren eigenen Aktivitäten schon gut ausgefüllt sind. Wenn wir denken, dass unser Hinweisen für Euch, uns und die möglichen Empfänger*innen des Hinweises sinnvoll ist, können wir Euer Anliegen ggf. in unseren Socialmedia-Kanälen (Instagram/Facebook), im Newsletter oder auf der Website in angemessener Weise weitertragen.

Zum Abschluss noch einige Anmerkungen zu verschiedenen, bislang an uns herangetragenen Anliegen:

  • Spendenaufrufe kommen für uns grundsätzlich nur dann infrage, wenn Spendenempfänger gemeinnützige Vereine oder Gesellschaften sind.
  • Teilnahmeaufrufe bzw. Hinweise auf uns bis dato unbekannte Hilfs- oder Beratungsangebote kommen nur dann infrage, wenn es eine ausreichende Absicherung für potentiell Geschädigte gibt, die an einer Veranstaltung teilnehmen bzw. die ein (kostenloses oder -pflichtiges) Angebot annehmen. Die dazu nötigen Versicherungen sind i.d.R. bei Vereinen und Institutionen gegeben. Aus diesem Grund wollen wir nicht auf rein privat initiierte Veranstaltungen hinweisen.

Hinweise mit der Zielsetzung, Aufmerksamkeit auf Aktivitäten zu lenken (von egal wem, also auch Privatpersonen), kommen nur dann infrage, wenn das primäre Ziel das Informieren/Inspirieren anderer ist und nicht etwa die Generierung von Spendengeldern. Konkret ist das der Fall, wenn jemand z.B. alleine etwas tut/macht und andere darüber informieren bzw. sie am Erkenntnisgewinn teilhaben lassen will.