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Depression im Alter – Peter, 70, bewegt sich

Was sollen die LeserInnen sonst von dir wissen?

Seemann a.D.

Was waren deine ersten Erfahrungen mit der Depression? In welcher Lebenslage ist die Depression bei dir zum ersten Mal aufgetreten?

Die Depression ist das erste Mal mit Ende 60 aufgetreten. Von heute auf morgen traf es mich „wie ein Hammer“. Ich wollte nicht mehr leben. Aber dann kam meine Kämpfer-Natur wieder durch.

Worin siehst du die Ursachen deiner Depressionserfahrung?

Ich hatte lange Zeit ein wildes und anstrengendes Leben. Ich bin zur See gefahren und habe überall auf der Welt gearbeitet. Arbeitsschutz gab es damals nicht, zudem lange Abende, wenig Schlaf und viel Grübelei. Auch war ich vermutlich zu lange ein Einzelgänger.

Welche war deine größte Herausforderung in Bezug auf die Depression?

Ich habe mir Hilfe gesucht und habe während der Klinik gemerkt, dass mir Sport gut tut. Seitdem bekomme ich den “Schwarzen Hund” mit täglicher Bewegung – Fitnessstudio und Fahrradfahren – und einer festen Tagesstruktur in den Griff. Mal besser mal schlechter. Ich habe gelernt, mir selbst zu helfen und offen mit meinen Erfahrungen umzugehen.

Wie gehst du mit der Depression um, wenn sie erst mal da ist? Was hilft dir dann?

Sport!

Was können Freunde und Familie tun, um dir zu helfen?

Mir hilft vor allem Sport.

Wie lautet dein „Lebensmotto“ bzw. Fazit?

Bleib wachsam, kämpfe!

Was möchtest du den LeserInnen noch mitgeben?

Gemeinschaft erleben tut gut. Zum Beispiel in Selbsthilfegruppen.

 

Auszug aus unserer im Mai 2018 erschienen Broschüre Unter besonderen Umständen

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