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Depression im Alter – Medizinische Einordnung

Auf einmal ist alles anders

Depressionen können in jedem Alter auftreten. Das Risiko für die Erkrankung steigt jedoch mit den Lebensjahren. Damit gehören Depressionen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im höheren Alter. Bei Patienten ab 65 Jahren spricht man von einer Altersdepression.1http://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie Die Ursachen und Auslöser sind vielfältig. Viele ältere Menschen erleben starke Veränderungen in ihrem sozialen Umfeld: Der Rollenwechsel vom Beruf zum Rentnerdasein, der Auszug der Kinder, der Tod naher Familienangehöriger und Freunde sowie eigene gesundheitliche Einschränkungen können negative Emotionen auslösen. Sie bringen seelische Belastungen mit sich, die eine Depression begünstigen.1http://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie Grundsätzlich unterscheidet sich Depressionen im Alter nicht von den in jüngeren Jahren. Doch sie bleibt öfter unerkannt. So wird die Diagnose derzeit nur bei zehn bis 20 Prozent der tatsächlich Betroffenen gestellt und noch weniger werden angemessen behandelt. Weil körperliche Erkrankungen stärker im Fokus stehen, können depressionstypische Symptome häufiger als bei jüngeren Menschen übersehen werden. Andere chronische Erkrankungen erfordern teilweise regelmäßige Medikamenten-Einnahmen, die als Nebenwirkung wiederum Depressionen auslösen können.1http://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie Außerdem lässt sich eine Altersdepression selbst für Ärzte nicht so leicht von einer Demenz unterscheiden. Gute Diagnostik und frühzeitige Behandlung ist für ältere Menschen jedoch ungleich bedeutsamer, denn sie begehen häufiger Suizid als jüngere. Etwa 35 Prozent aller Suizide werden von Menschen über 65 Jahren verübt.2https://www.deutsche-depressionshilfe.de/depression-infos-und-hilfe/depression-in-verschiedenen-facetten/depression-im-alter Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, insbesondere bei Männern. Eine Aufklärung über diese Zusammenhänge ist daher dringend notwendig.1http://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie

Eine medizinische Einordnung von Dr. Heidrun Riehl-Halen, Auszug aus unserer Broschüre Unter besonderen Umständen.

  1. http://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie
  2. https://www.deutsche-depressionshilfe.de/depression-infos-und-hilfe/depression-in-verschiedenen-facetten/depression-im-alter

Auszug aus unserer im Mai 2018 erschienen Broschüre Unter besonderen Umständen

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