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Héri und die sieben Mut-Touristen

Am Donnerstag, den 11.02.16 trafen wir aus Norden, Westen und Süden kommend, in Hermeskeil ein. Von dort nahm uns Martin in seinem Auto mit zum 6 km weit entfernten Hof Birkenau bei Züsch mit.
Dort lernten wir Teilnehmer uns bei einem Käffchen und Tee kennen, erkundeten den Hof und unsere Unterkunft. Wir bezogen unsere Betten und Matratzen und kamen noch einmal zusammen, um den nächsten Tag zu besprechen.


Am Freitag wurden wir dann – wenn wir noch nicht selbst wach geworden waren – liebevoll geweckt. Beim Frühstück gingen die ersten schon etwas früher mit hinaus, um Héri, unser Begleitpferd zu füttern. Nach dem Essen gingen wir dann alle hinaus, um in Pflege und Handling mit dem Pferd eingewiesen zu werden. Wir beobachteten und probierten uns im Putzen und Hufe Ausschaben, bis das Pferd wanderbereit war.

Unsere erste Wanderung führte uns vom Hof Birkenau zur Talsperre und um den Stausee zurück zum Hof. Während des Abstiegs durch den Wald zur Talsperre, sahen wir plötzlich eine Wildschweinrotte von 20 Tieren. Sehr schnell und mit lautem Getrampel kreuzten sie nur wenige Meter vor uns den Weg. Héri blieb Gott sei dank ruhig, während wir erstaunt den Wildschweinen hinterherschauten.
Wir übten uns auf den befestigten Wegen alle einmal im Führen des Tieres. Bei den Wasserfällen, ließen wir Héri Zeit, um zu erkunden, woher dieses laute Rauschen kam. Und wir staunten nicht schlecht, als wir an eine kleine Treppe kamen, dass auch diese für unser Pferd kein Hindernis war.
Von Natureindrücken und Erfolgserlebnissen mit dem Pferd erfüllt, kamen wir wieder auf dem Hof an. Hier wurden wir von einer FSJ-lerin vom OK54 (Offener Kanal Trier) begrüßt. Sie filmte uns mit dem Pferd und interviewte einige Teilnehmer ausführlich. Bei einer großen Portion Spaghetti plauderten wir noch einige Zeit, bis wir gegen 22 Uhr unsere Äuglein schlossen.
Der Samstag begrüßte uns mit leichtem Regen bei 1 Grad plus. Bei einer leicht reduzierter Besatzung ging es zum Hunnenring. Hier sahen wir eine der best erhaltenen und größten keltischen Wallanlagen. Auf dem Rückweg wurde aus Regen Schnee und durchnässte uns Teilnehmer. Das Pferd schien sich am Wetter nicht zu stören und nutzte unsere Unaufmerksamkeit um immer wieder frisches Gras zu erhaschen, was es eigentlich nicht durfte.
Der dritte Wandertag führte uns durch herrliche Mischwälder und über stark mit Wasser getränkte Wege. Als die Wege mehr und mehr zu Bächen wurden, liefen wir meist quer-Wald-ein zum höchsten Berg der Umgebung, dem Diebskopf (737m). Die Sicht war ein wenig verhangen, aber wir waren alle von der Tour begeistert. Wann hat man schon einmal die Gelegenheit, mit einem Pferd über kleine Bäche zu springen, tiefgrünes Moos und von Eis durchzogen Wasser zu sehen.
Wieder am Hof Birkenau angekommen, übten wir noch einmal das Beladen des Pferdes mit Gepäck. Die Teilnehmer, die noch trockenen Fußes waren, sammelten auf dem Freilauf zwei Schubkarren Pferdeäpfel ein.

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